Als erste Banken reagierten die deutsche Tochter der isländischen Kaupthing Bank sowie die Amsterdam Trade Bank auf die Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank vom Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte.
Der Marktneuling hob seine Festgeldzinsen um den gleichen Wert an, die Niederländer sogar um 0,10 Prozentpunkte mehr.
„Unsere Zinsgarantie gilt auch nach der EZB-Leitzinserhöhung, deshalb geben wir die Erhöhung an unsere Kunden weiter,“ sagt Michael Kramer, Managing Director von Kaupthing in Frankfurt.
Die neuen Zinssätze lauten demnach 5,36 Prozent bei einer Anlagedauer von sechs Monaten, 5,45 Prozent (ein Jahr), 5,48 Prozent (zwei Jahre) und 5,50 Prozent bei 36 Monaten.
Damit liegen die Isländer im Festgeld-Ranking auf dem zweiten Platz hinter der Garanti Bank, die vor wenigen Tagen den Zins für ihr einjähriges Termingeld auf stattliche 5,50 Prozent angehoben hatte.
Wegen der eingeschränkten Einlagensicherung bei beiden Geldhäusern wenden sich diese beiden Offerten vor allem an Geldanleger, die nicht mehr als 20.000 Euro anlegen wollen.
Zudem werden nur Privatpersonen angesprochen.
Das ist bei der Festgeld-Offerte der Commerzbank mit dem Top-Zins von 5,20 Prozent ganz anders.
Hier sind die Einlagen praktisch unbegrenzt gesichert.
Zudem können dieses Angebot nicht nur Privatleute wahrnehmen, sondern auch Freiberufler, Vereine oder juristische Personen wie beispielsweise eine GmbH.
Beim Tagesgeld rückte die der europäischen Einlagensicherung angehörende Amsterdam Trade Bank mit jetzt 4,75 Prozent unter die Top Fünf aller bundesweiten Anbieter.
Es wird erwartet, dass weitere Anbieter ihre Zinsen erhöhen werden.
Zinsschritte über die Erhöhung der EZB um 0,25-Prozentpunkte werden aber die Ausnahme bleiben.
Quelle: H.Biallo
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