FinanzBlog24

Warren Buffett: Dollar bald wertlos
Freitag Februar 08th 2008, 9:11 pm
Abgelegt unter: Finanzen und Wirtschaft, Aktie

An der Wall Street gab es in dieser Woche eine Premiere: Die New York Stock Exchange hielt erstmals in ihrer Geschichte einen “Egypt Day” ab.

An der Fassade des Börsengebäudes hing ein gigantisches Plakat mit Bildern der NYSE und der Kairoer Börse.

Mahmoud Mohieldin, Ägyptens Investitionsminister, durfte umgeben von 15 ägyptischen Wirtschaftsgrößen die Schlussglocke läuten.

Mit einem Wirtschaftswachstum von sieben Prozent hängt Ägypten die USA bei den Wachstumsraten derzeit locker ab.

Die Börse in Kairo und Alexandria sei “on fire”, schwärmt der Börsensender CNBC. Innerhalb von vier Jahren ging es um über 450 Prozent nach oben. Möglicherweise hat sich Mahmoud Mohieldin nach passenden Anlagemöglichkeiten an der Wall Street umgesehen.

Das ist derzeit bei Investoren aus dem Mittleren Osten und auch aus Asien en vogue, wie die Beispiele Citigroup, Merrill Lynch, Morgan Stanley zeigen.

Der Dollar-Verfall hat Investitionen in den USA beliebt gemacht.

In der Presse ist immer wieder von Europäern oder Asiaten zu lesen, die sich durch die Dollarschwäche erschwingliche Immobilien in New York leisten. Wer hätte nicht gerne ein eigenes, kleines Apartment im Big Apple?

Warren Buffett warnt jetzt davor, dass der Greenback in fünf bis zehn Jahren wertlos werden könnte.

Das liegt nach Aussage des zweitreichsten Manns der Welt an dem gigantischen Defizit, dass die USA unter der Präsidentschaft von George W. Bush angehäuft haben. Alleine das Handelsbilanzdefizit belief sich im vergangenen Jahr auf schätzungsweise 700 Mrd. $.

Wenn die USA den derzeitigen Kurs beibehalten, dann, so Buffett, sehe er für Amerika schwarz.

Es war übrigens auch Buffett, der schon vor einigen Jahren warnte: Wenn immer mehr Vermögenswerte in die Hand von ausländischen Investoren wandern, dann drohe eine regelrechte Kolonialisierung - allerdings nicht durch Eroberung, sondern durch Kauf.

Dabei verstärkt die Dollar-Schwäche den Trend, weil etwa die Besitzer der Ölmilliarden ihre Greenbacks lieber in handfeste Anlagen als in wässerige Devisen investieren wollen. Und weitere Zinssenkungen würden den Druck auf den Dollar nur erhöhen.

Wie lautet der Reim an der Wall Street derzeit so passend?

Shanghai, Mumbai, Dubai - goodbye!
___________
Quelle: J.Korte




Keine Kommentare so far
Leave a comment



Einen Kommentar hinterlassen
Zeilen und Absätze brechen automatisch um, E-Mail-Adresse wird nie angezeigt, HTML erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>

(notwendig)

(notwendig)







Home 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76
77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109