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US-Geldinstitute schmeiĂen Tausende Mitarbeiter raus
Ăber die Ausgabe neuer Aktien hat sich die Bank of America zusĂ€tzlich 12 Mrd. $ verschafft. Das Kapital solle fĂŒr allgemeine GeschĂ€ftszwecke verwendet werden, teilte die Bank of America am Freitag mit.
Wegen der Hypothekenkrise muss das Geldinstitut mehr als 5 Mrd. $ abschreiben, hinzu kommen knapp 2 Mrd. $ zusĂ€tzlich fĂŒr die Risikovorsorge.
Zudem ĂŒbernimmt das Geldinstitut den krisengeplagten US-Hypothekenfinanzierer Countrywide fĂŒr 4 Mrd. $ in Aktien. Die Bank of America sammelte das Geld durch die Ausgabe von Vorzugsaktien ein, die im Gegenzug fĂŒr eine höhere Dividende kein Stimmrecht haben.
Die Bank of America reagierte auf die Subprime-Pleite mit der SchlieĂung ihres Rohstoff- und Energiehandels in London.
Das GeschĂ€ft solle kĂŒnftig zentral von New York aus betrieben werden, sagte eine Sprecherin. Wie viele ArbeitsplĂ€tze davon betroffen sind, war zunĂ€chst nicht klar. Die Bank beschĂ€ftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Amerikas zweigröĂtes Geldhaus hatte in dieser Woche einen Einbruch des Quartalgewinns um 95 Prozent bekanntgegeben.
Nach krĂ€ftigen Verlusten sucht auch die gröĂte US-Bank Citigroup nach weiterem Einsparpotenzial.
Das Unternehmen streicht Kreisen zufolge knapp 400 Stellen in London. Dabei handele es sich vor allem um ArbeitsplĂ€tze in der Sparte festverzinsliche Wertpapiere, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Derzeit sind ungefĂ€hr 11.000 Mitarbeiter bei der Citigroup in London beschĂ€ftigt. Die einst gröĂte Bank der Welt lehnte eine Stellungnahme ab.
Das Geldhaus hatte bereits in der vergangenen Woche angekĂŒndigt, weltweit 4200 Stellen zu streichen.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs plant, rund 1500 ihrer weltweit etwa 30.500 Mitarbeiter zu entlassen.
Betroffen seien diejenigen, die die schlechteste Leistung gebracht hÀtten, sagte ein Sprecher. Die Entscheidung beruhe auf der alljÀhrlichen Mitarbeiterbeurteilung. Es werde quer durch alle Abteilungen Entlassungen geben. Wer im Einzelnen betroffen sei, solle im MÀrz bekanntgegeben werden. Der Sprecher betonte, dass das New Yorker Geldhaus weiter Mitarbeiter einstelle.
Auch die US-Investmentbank Morgan Stanley setzt den Rotstift an und streicht Kreisen zufolge mehr als 1000 Stellen.
Dies werde in der kommenden Woche umgesetzt. Betroffen sei unter anderen die Sparte Vermögensverwaltung. Die Bank bestÀtigte einen Stellenabbau, nannte jedoch weder Zahlen noch Einzelheiten. Morgan Stanley hatte im vierten Quartal einen Verlust von 9,4 Mrd. $ verbucht. Ende November waren dort 48.256 Mitarbeiter beschÀftigt.
Der kleinere Morgan-Stanley-Konkurrent Lehman Brothers entlÀsst offenbar 140 Mitarbeiter in den Bereichen Immobilien und Schuldverschreibungen, wie aus Kreisen verlautete.
Weltweit beschĂ€ftigte Lehman bis Ende November 28.556 Mitarbeiter. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Investmentbank den Abbau von weiteren 1300 Stellen bekanntgegeben. Lehman wollte sich zunĂ€chst nicht zu den Informationen Ă€uĂern.
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Quelle: FTD
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