FinanzBlog24

Zahnzusatzversicherung: Sinnvoll - aber voller Fallstricke
Freitag Juli 25th 2008, 9:36 am
Abgelegt unter: Verbraucherschutz, Versicherung

Die Versicherungsangebote, die den Markt schier überschwemmen, können den Verbraucher in Verzweiflung treiben.

Durchblick hat hier keiner mehr.

Von Kindern bis zu Zähnen sollte man alles absichern, wird suggeriert.

Und vor allem: an jeder Ecke wird mit dem günstigsten Angebot geworben.

Eine Police, die zur Verunsicherung des Kunden beiträgt, ist sicherlich die Zahnzusatzpolice.

Kaum ein Produkt gleicht dem anderen, der Kunde muss erst zum Experten werden, bevor er die Qualität der verschiedenen Angebote vergleichen kann.

Eine Zahnzusatzversicherung ist ratsam. Die gesetzliche Krankenkasse erstattet nur noch Festzuschüsse.

Wählt man die Mindestversorgung macht das gerade mal die Hälfte der anfallenden Kosten aus. Bei höherwertigem Zahnersatz fällt für Brücken, Kronen, Prothesen oder Implantate schon mal ein Monatsgehalt an. Nur wenige Zusatzpolicen bieten wirklich sinnvolle Bedingungen.

Zunächst sollte man genau darauf achten, was versichert ist.

In einigen Policen sind Implantate ausgeschlossen oder die Anzahl der Implantate pro Kiefer, die erstattet werden, ist begrenzt. Wieder andere schließen Inlays aus oder aber erstatten ausschließlich In- und Onlays, gewähren aber keinen Zuschuss bei Brücken oder Kronen.

Ein Knackpunkt sind die Kosten, die der Versicherer übernimmt.

Manche erstatten den doppelten Festzuschuss der Krankenkasse. Dies ist jedoch die schlechtere Lösung. Denn erstattet die Kasse für eine Zahnbehandlung von insgesamt 2.000 Euro gerade mal 200 Euro Festzuschuss, zahlt die Zusatzversicherung diesen Betrag noch mal obendrauf.

Auf dem Hauptkostenanteil bleibt der Versicherungsnehmer sitzen. Gegen Null tendieren die Zuzahlungskosten des Patienten nur dann, wenn er sich für die Regelversorgung entscheidet. Doch diese ist nicht immer wünschenswert.

Besser ist es, wenn der Versicherungsnehmer sich prozentual an den Kosten beteiligt, also 70 bis 80 Prozent übernimmt. Achtung: Manche Versicherer begrenzen die Erstattungssummen auf ein Maximum pro Jahr!

Überprüfen sollte man auch die Wartezeiten, die erfüllt sein müssen, bis der Versicherer in vollem Umgang leistet.

Viele werben damit, auf eine Gesundheitsprüfung zu verzichten. Dafür reduzieren sie in den ersten drei bis vier Versicherungsjahren ihre Erstattungsleistung erheblich, nicht selten auf lediglich 250 Euro im ersten Jahr. Vorteilhafter ist es, wenn das Unternehmen nur auf einer Wartezeit von acht Monaten besteht.

Manche Bedingungen in Policen mag der Versicherungsnehmer überlesen, weil er nichts damit anfangen kann. Geht es hinterher um seine Kostenerstattung werden gerade jene Punkte zum Fallstrick.

Ein solcher ist beispielsweise die Höhe der Zahnarzthonorare, die übernommen werden.

Wird hier bis zum Höchstbetrag der Gebührenordnung, also den 3,5-fachen Satz erstattet oder nur bis zum Regelhöchstsatz, also den 2,3-fachen Satz? Auf ein Kündigungsrecht in den ersten drei Vertragsjahren sollte das Unternehmen verzichten.

Fazit: Der Kostenfaktor – manche Policen gibt es schon für rund acht Euro im Monat - sollte nicht das alleinige Entscheidungskriterium für eine Police sein. Vielmehr kommt es auf das Leistungsspektrum und die Bedingungen an.
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Quelle: A.Jäger





Kostenanalyse: Neuwagen kontra Alt-Auto
Donnerstag Juli 24th 2008, 6:51 pm
Abgelegt unter: Kredite, Finanzierung

Das Durchschnittsalter der deutschen PKW liegt heute bei 8,1 Jahren.

Viele Autofahrer glauben, dass sie Geld sparen, wenn sie ihren Wagen möglichst lange fahren.

Das ist allerdings ein Trugschluss, wie die aktuelle Untersuchung einer Prüforganisation belegt.

Besitzer alter Autos müssen mitunter besonders tief in die Tasche greifen, da die Reparatur- und Wartungskosten rasch in astronomische Höhen steigen - das ergab eine Kostenanalyse der Prüforganisation Dekra.

Der Umstieg von einem acht Jahre alten Auto auf einen vier Jahre jungen Gebrauchten bringt bei Kleinwagen, Kompaktautos und Vans Kostenvorteile.

Bei Kleinwagen ist das sogar beim Wechsel auf einen Neuwagen der Fall.

Bei einem vier Jahre alten Kleinwagen liegen die Betriebskosten mit 43,91 Cent pro Kilometer deutlich unter denen eines acht Jahre alten Autos mit 47,87 Cent pro Kilometer. Fahrer der jungen Autos sparen im Vergleich immerhin 618,28 Euro pro Jahr.

In der Kompaktklasse beträgt die Einsparung durch einen jungen Gebrauchten immerhin noch 215,28 Euro im Jahr. Und selbst wenn man durch den Fahrzeugwechsel nicht spart, so hält sich der Mehrpreis doch im Rahmen.

Wer seinen alten Kompakten oder Van gegen einen entsprechenden Neuwagen eintauschen möchte, muss dafür durchschnittlich 48 bzw. 99 Euro pro Monat mehr zahlen, als wenn er seinen Alten weiterfahren würde.

In der Mittelklasse und der oberen Mittelklasse beträgt der monatliche Aufpreis für einen Wechsel von alt auf jung durchschnittlich moderate 22 bzw. 57 Euro pro Monat. Für 109 bzw. 98 Euro pro Monat Mehrkosten ist das entsprechende Modell auch als Neuwagen zu haben.

„Die Zahlen zeigen klar, dass es wenig Sinn hat, ein Auto möglichst lange zu fahren.

Wirtschaftlicher ist es, rechtzeitig auf einen jungen Gebrauchten oder einen Neuwagen umzusteigen. Zudem verzichtet der Fahrer sonst auf den lebensrettenden Sicherheitsstandard moderner Fahrzeuge, wie zum Beispiel Schleuderschutz, ESP oder optimierte Fahrgastzellen“, sagte Gerd Neumann, Mitglied der Dekra-Geschäftsführung.

Ob Sie ein Fahrzeug am besten bar bezahlen, leasen oder per Händler- oder Bankkredit finanzieren - im Internet finden Sie Autokredit-Rechner. Den günstigsten Anbieter für Ihre Autofinanzierung ermitteln Sie ganz einfach mit einem Ratenkredit-Rechner.

Bei einem Finanzierungsbedarf von 10.000 Euro und einer Laufzeit von vier Jahren gibt es beispielsweise bereits einen Kredit mit einem Effektivzins von 5,7 Prozent – das macht eine monatliche Rate von 232,82 Euro.
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Quelle: A.Lang









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