FinanzBlog24

Kostenanalyse: Neuwagen kontra Alt-Auto
Donnerstag Juli 24th 2008, 6:51 pm
Abgelegt unter: Kredite, Finanzierung

Das Durchschnittsalter der deutschen PKW liegt heute bei 8,1 Jahren.

Viele Autofahrer glauben, dass sie Geld sparen, wenn sie ihren Wagen möglichst lange fahren.

Das ist allerdings ein Trugschluss, wie die aktuelle Untersuchung einer PrĂĽforganisation belegt.

Besitzer alter Autos müssen mitunter besonders tief in die Tasche greifen, da die Reparatur- und Wartungskosten rasch in astronomische Höhen steigen - das ergab eine Kostenanalyse der Prüforganisation Dekra.

Der Umstieg von einem acht Jahre alten Auto auf einen vier Jahre jungen Gebrauchten bringt bei Kleinwagen, Kompaktautos und Vans Kostenvorteile.

Bei Kleinwagen ist das sogar beim Wechsel auf einen Neuwagen der Fall.

Bei einem vier Jahre alten Kleinwagen liegen die Betriebskosten mit 43,91 Cent pro Kilometer deutlich unter denen eines acht Jahre alten Autos mit 47,87 Cent pro Kilometer. Fahrer der jungen Autos sparen im Vergleich immerhin 618,28 Euro pro Jahr.

In der Kompaktklasse beträgt die Einsparung durch einen jungen Gebrauchten immerhin noch 215,28 Euro im Jahr. Und selbst wenn man durch den Fahrzeugwechsel nicht spart, so hält sich der Mehrpreis doch im Rahmen.

Wer seinen alten Kompakten oder Van gegen einen entsprechenden Neuwagen eintauschen möchte, muss dafür durchschnittlich 48 bzw. 99 Euro pro Monat mehr zahlen, als wenn er seinen Alten weiterfahren würde.

In der Mittelklasse und der oberen Mittelklasse beträgt der monatliche Aufpreis für einen Wechsel von alt auf jung durchschnittlich moderate 22 bzw. 57 Euro pro Monat. Für 109 bzw. 98 Euro pro Monat Mehrkosten ist das entsprechende Modell auch als Neuwagen zu haben.

„Die Zahlen zeigen klar, dass es wenig Sinn hat, ein Auto möglichst lange zu fahren.

Wirtschaftlicher ist es, rechtzeitig auf einen jungen Gebrauchten oder einen Neuwagen umzusteigen. Zudem verzichtet der Fahrer sonst auf den lebensrettenden Sicherheitsstandard moderner Fahrzeuge, wie zum Beispiel Schleuderschutz, ESP oder optimierte Fahrgastzellen“, sagte Gerd Neumann, Mitglied der Dekra-Geschäftsführung.

Ob Sie ein Fahrzeug am besten bar bezahlen, leasen oder per Händler- oder Bankkredit finanzieren - im Internet finden Sie Autokredit-Rechner. Den günstigsten Anbieter für Ihre Autofinanzierung ermitteln Sie ganz einfach mit einem Ratenkredit-Rechner.

Bei einem Finanzierungsbedarf von 10.000 Euro und einer Laufzeit von vier Jahren gibt es beispielsweise bereits einen Kredit mit einem Effektivzins von 5,7 Prozent – das macht eine monatliche Rate von 232,82 Euro.
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Quelle: A.Lang





Vom Bruttolohn immer weniger Netto
Donnerstag Juli 24th 2008, 8:03 am
Abgelegt unter: Steuer

Deutschen Arbeitnehmern bleibt von ihrem Bruttolohn weniger ĂĽbrig als vor gut zehn Jahren.

Am Ende hat ein Arbeitnehmer in Deutschland von 100 Euro brutto nach Abzug von Lohnsteuern und Sozialbeiträgen im Schnitt rund 64 Euro netto in der Tasche, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Wer in groĂźen Firmen arbeitet, verdient mehr.

1995 und 2001 waren es nach Abzug von Lohnsteuern und Sozialbeiträgen noch 65,23 beziehungsweise 64,77 Euro.

Durchschnittlich 3093 Euro brutto im Monat verdiente ein Vollzeitbeschäftigter im produzierenden Gewerbe oder im Dienstleistungsbereich im Oktober 2006. Von dieser Summe gingen 1107 Euro an den Staat und die Sozialversicherungssysteme - übrig blieben 1986 Euro netto.

Das Verhältnis brutto-netto 2006 entsprach laut Statistik in etwa den Ergebnissen in den Jahren 1995 und 2001. Die Beitragssätze der Arbeitnehmer stiegen demnach von 19,7 Prozent 1995 auf 20,5 Prozent 2001 und gingen 2006 wieder leicht auf 20,4 Prozent zurück.

Wer in einem groĂźen Unternehmen arbeitet, verdient nach Angaben der Statistiker mehr:

In Firmen mit mehr als 1000 Beschäftigten betrug der durchschnittliche Bruttolohn 3618 Euro, in Firmen mit 100 bis 249 Arbeitnehmern 2900 Euro und in kleinen Firmen mit zehn bis 19 Beschäftigten 2534 Euro.

Zudem waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufen beträchtlich: Die Berufe mit den höchsten Verdiensten sind Geschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter mit 92.556 Euro im Jahr, gefolgt von Rechtsvertretern und -beratern mit 82.135 Euro.

Auch Unternehmensberater, Ärzte und Chemiker bekommen demnach ein überdurchschnittliches Gehalt. Am unteren Ende der Skala liegen die Friseure mit 15.787 Euro brutto im Jahr. Auch Gebäudereiniger, Raumpfleger und Wursthersteller verdienen sehr wenig.

Zusätzlich zu ihrem Monatslohn erhalten viele Arbeitnehmer Sonderzahlungen. Dabei zeigt sich, dass diese Zahlungen - Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Leistungsprämien - bei höheren Einkommen auch höher ausfallen und zudem einen größeren Anteil am Jahresverdienst ausmachen.

So erhielten Geschäftsführer im Schnitt 16.017 Euro pro Jahr zusätzlich, das entspricht 17,3 Prozent des gesamten Jahresverdienstes. Friseure waren auch hier Schlusslicht mit 337 Euro Sonderzahlung, was gerade einmal 2,1 Prozent am Jahresverdienst ausmacht.
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Quelle: AFP/Reuters









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