Tagesgeld, Festgeld und Co.
Montag Januar 05th 2009, 5:19 am
Abgelegt unter: Geldverkehr, Tagesthemen

Anleger haben in den letzten Wochen und Monaten bei Tages- und Termingeldern mit deutlich sinkenden Renditen zu kämpfen.

Dennoch gibt es am Markt Zinssätze jenseits der fünf Prozent – das gilt auch im neuen Jahr.

Finanzkrise und Leitzinssenkungen drücken auf die Zinsen am Geldmarkt. Nicht nur die Rendite der Tagesgeldanleihe des Bundes hat sich seit ihrem Höchststand von Anfang Oktober 2008 fast halbiert.

Auch die Zinserträge bei vielen Banken und Sparkassen schrumpfen seit Wochen beträchtlich.

Hier gibt es derzeit die besten Konditionen bei Tages- und Festgeld:

DHB Bank und Garanti Bank International bieten weiterhin die höchste Verzinsung für zwölfmonatiges Festgeld.

Beim 5,65 Prozent-Angebot der DHB Bank hanldelt es sich um reine Online-Konditionen mit einer Mindesteinlage von 2.500 Euro. Konkurrent Garanti fordert bei gleichem Zinssatz nochmals 100 Euro mehr vom Sparer als Startkapital. Hier gelten die Konditionen auch in den Filialen.

Bei beiden Banken sind die Kundengelder durch die jeweils niederländische Muttergesellschaft bis zu 100.000 Euro pro Person abgesichert.

Die in Frankfurt ansässige Oyak-Anker Bank offeriert über das Internet und ihre sechs Filialen 5,50 Prozent für das Festgeld mit einem Jahr Laufzeit.

Dieses Produkt wird ergänzt durch ein Online-Tagesgeld mit immerhin 5,25 Prozent Verzinsung. 5,50 Prozent für zwölf Monate gibt es unter anderem auch bei der Credit Europe Bank oder der Deniz-Bank.

Bei ersterer müssen Kunden hierzu mindestens 2.500 Euro anlegen, ihre Einlagen sind durch die niederländische Mutter bis zu einem Betrag von 100.000 Euro voll abgesichert. Die Deniz-Bank fordert eine Mindesteinlage von 1.250 Euro; im Rahmender europäischen Einlagensicherung sind auch hier maximal 100.000 Euro durch die Muttergesellschaft voll abgesichert.

Neuer Marktführer beim Tagesgeld ist die Credit Europe Bank mit 5,75 Prozent.

Hier sind 100.000 Euro pro Person zu hundert Prozent sicher. Die luxemburgische Advanzia, die lange Zeit etwas mehr Rendite bot, hat zum 1.Januar 2009 ihre Verzinsung auf immer noch gute gute 5,27 Prozent (5,40 Prozent effektiv bei zwölf Zinsschritten jährlich) reduziert. Positiv: Seit Jahresbeginn wurde auch hier die 100-prozentige Einlagensicherung von 20.000 Euro pro Person auf 100.000 Euro angehoben.

Ebenfalls gute Renditen erhalten Sparer bei der DAB Bank und der GE Money Bank.

Die GE Money Bank, die vor der Übernahme durch die Santander Consumer Bank steht, bietet bis zum 01. Mai 2009 eine Sonderverzinsung von 5,50 Prozent für ihr Tagesgeld – bis zu einer Anlagesumme von 50.000 Euro und für alle Spareinlagen. Die ebenfalls 5,50 Prozent der DAB Bank gelten hingegen nur für Neukunden, die bis 31. Januar 2009 gleichzeitig ein Depots bei dieser Bank eröffnen – und nur bis zu einer Anlagesumme von 30.000 Euro.

Positiv: Der Zinssatz wird immerhin bis einschließlich 30. Juni 2009 garantiert. Kundeneinlagen sind bei beiden Anbietern praktisch unbegrenzt abgesichert.
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Quelle: W.T.Walter





Sozialgesetze: Wenige Änderungen
Sonntag Januar 04th 2009, 10:08 am
Abgelegt unter: Versicherung, Tagesthemen

Zum neuen Jahr gibt es wieder zahlreiche Neuerungen bei den Sozialgesetzen.

Was sich für Arbeitnehmer ab 2009 ändert.

Unterm Strich bleiben die Sozialabgaben in 2009 meist gleich.

Arbeitnehmer müssen künftig zwar weniger an die Arbeitslosen-, dafür aber meist mehr an die Krankenversicherung abführen. Für alle Sozialversicherungen insgesamt zahlen Beschäftigte mit Kind jetzt Beiträge in Höhe von gut 20,5 Prozent. Die Arbeitgeber beteiligen sich nur mit 19,6 Prozent.

Krankenversicherung
Bei den gesetzlichen Kassen gibt es ab Januar 2009 einen einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent. Hiervon tragen die Arbeitgeber 7,3 Prozent, Arbeitnehmer und Rentner aber 8,2 Prozent. Bislang mussten die Versicherten im Schnitt nur etwa 7,8 Prozent ihres Einkommens für die Krankenversicherung aufbringen.

Nach wie vor fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze an.

Diese steigt Anfang 2009 bundeseinheitlich von 3.600 auf 3.675 Euro im Monat. Der nur vom Arbeitnehmer zu zahlende Kassen-Höchstbeitrag klettert so für einen Gutverdiener auf (8,2 Prozent von 3.675 Euro = 301,35 Euro). Ein Durchschnittsverdiener mit monatlichen Einkünften von 2.500 Euro brutto zahlt künftig monatlich 205 Euro für seine Krankenversicherung. Das sind unterm Strich 7,50 Euro mehr als bisher. Denn bislang waren es 197,50 Euro.

Pflegeversicherung
Hier ändert sich zum Jahreswechsel nichts. Der Beitragssatz wurde bereits zum Juli 2008 auf 1,95 Prozent erhöht. Diesen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer (mit Ausnahme von Sachsen, wo Arbeitgeber nur 0,475 Prozent, Arbeitnehmer jedoch 1,475 Prozent tragen). Für Kinderlose kommt generell – wie bisher – ein Zuschlag von 0,25 Prozentpunkten hinzu, an dem sich der Arbeitgeber nicht beteiligt.

Rentenversicherung
Der Beitrag für die Rente bleibt unverändert bei 19,9 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen sich hieran jeweils mit der Hälfte. Positiv ist für die meisten Arbeitnehmer: Auch im nächsten Jahr können sie etwas mehr von ihren Rentenversicherungsbeiträgen bei der Steuer absetzen. Viele bekommen deshalb unterm Strich ab Januar 2009 sogar einen etwas höheren Nettolohn überwiesen.

Arbeitslosenversicherung
Die Abgabe an die Bundesagentur für Arbeit sinkt von 3,3 auf 2,8 Prozent, also um 0,5 Prozentpunkte. Für einen Durchschnittsverdiener sinkt so die monatliche Belastung um 6,25 Euro. Die gleiche Summe spart sein Arbeitgeber.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung steigt auf 5.400 Euro (alte Länder) bzw. 4.550 Euro (neue Länder) im Monat. Nur bis zu diesen Grenzwerten werden Beiträge zu den beiden Sozialversicherungen erhoben.
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Quelle: R.Winkel









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