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Nach dem Kurssturz an den weltweiten Börsen haben die Beobachter nach Parallelen zu ähnlich heftigen Verlustphasen gesucht.
Der Dax fiel am Montag um mehr als sieben Prozent. Einige Experten sprachen von einem Crash, für andere ist es eine Korrektur.
Bei einem klassischen Börsenkrach fallen die Aktienkurse in einer kurzen Zeitspanne – innerhalb weniger Tage – dramatisch.
Meist geht das einher mit einer starken Bewegung am Anleihemarkt.
Als erster Börsencrash gelten die heftigen Verluste im Jahr 1929 an der New Yorker Börse. Er riss damals auch andere Finanzmärkte mit sich und war der Auftakt einer Wirtschaftskrise.
Der schlimmste Crash ereignete sich am 19. Oktober 1987, als der US-Standardwerteindex Dow Jones am Schwarzen Montag um 22,6 Prozent einbrach.
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Andere Gründe, die zu Krisen am Aktienmarkt führten:
1948 Berlin Blockade
1950 Korea Krieg
1956 Suez Konflikt
1956 Aufstand in Ungarn
1957 Sputnik Schock
1961 Berliner Mauer
1962 Kuba Krise
1963 Kennedy Attentat
1966 Kohle Krise
1967 Sieben Tage Krieg
1968 Prager Frühling
1970 Ausweitung Vietnam Krieg
1973 Erste Öl Krise
1974 Watergate
1979 Russen Einmarsch in Afghanistan.
1981 Kriegsrecht in Polen
1991 Golf Krieg Putsch gegen Gorbatschow
1992 Einführung deutsche Zinssteuer
1992 Balkan Krieg
1995 Dollar fällt auf 1,35 DM
1997 Asien Krise
1998 Hedge Fonds: Milliarden Schieflage
1999 Angst vor Jahrtausend Umstellung
2000 Absturz der Technologie Werte
2001 Terroranschläge in den USA ´
2003 Irak Krieg
2007 Subprime Krise
Am prozentualen Verlust eines Index machen viele Beobachter fest, ob sie einen Kursrutsch als Crash einordnen.
Für einige Aktienhändler ist das der Fall, wenn ein Index rasch um 20 Prozent von seinem Hoch abrutscht – was Montag und gestern nicht passierte. Andere definieren den Börsenkrach als Tagesverlust von mindestens zehn Prozent oder nur fünf Prozent.
Viele Experten sprechen von Korrektur, wenn die Kurse um zehn Prozent nachgeben.
Bei noch größeren Verlusten geraten die Aktienmärkte in einen langfristigen Abwärtstrend. Erreichen die Verluste vom Rekordhoch aus 20 oder 25 Prozent, gleitet die Börse in einen Bärenmarkt – oder Baisse – ab. Der Bär steht für fallende Kurse, weil er mit der Pranke von oben nach unten schlägt. Davon ist der Dax nach seinem Hoch von 8136 Punkten im Sommer 2007 noch etwas entfernt.
Bis vor kurzem regierte noch ein Bullenmarkt oder eine Hausse, die mit fünf Jahren bereits länger anhielt als üblich. Der Bulle gilt als Sinnbild der Aufwärtsbewegung: Er stößt mit den Hörnern von unten nach oben.
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Quelle: Eig/E.Atzler
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