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Nach Informationen hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) entschieden, der deutschen Unicef-Sektion das Spendensiegel zu entziehen.
Nach intensiven Prüfungen und Gesprächen in der Kölner Unicef Zentrale will das DZI diesen Schritt am morgigen Vormittag bekannt geben, Gründe dafür wurden bisher nicht genannt.
Auch das DZI hatte Unicef zuerst gegen überzogene Kritik in Schutz genommen und darauf hingewiesen, dass das Kinderhilfswerk zu den ersten Organisationen in Deutschland überhaupt zählte, die sich unabhängig begutachten lassen.
Seinen Sinneswandel will das Institut im Laufe des Vormittags der Öffentlichkeit erklären.
Das DZI vergibt das Siegel, das als Entscheidungshilfe für Spender dienen kann, auf der Basis von mehreren Kriterien.
Dazu zählen unter anderem, dass Spenden nachprüfbar und sparsam verwendet werden und grundsätzlich keine Prämien, Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung von Spenden gezahlt werden dürfen.
Unicef Deutschland steht seit Wochen in der Kritik. Der Organisation war öffentlich vorgeworfen worden, mit den anvertrauten Spendengeldern nicht in jedem Fall ordnungsgemäß umgegangen zu sein.
Die Vorsitzende Heide Simonis trat ebenso zurück wie der langjährige Geschäftsführer Dietrich Garlichs.
Mit der Krise muss jetzt Reinhart Schlagintweit umgehen, der das Komitee vorübergehend bis zu Neuwahlen des Vorstandes am 10. April führt. Er hatte zuletzt die Anregungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG angenommen, die zahlreiche Verbesserungen vorgeschlagen hatten.
Quelle: cjp/AP/dpa
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