FinanzBlog24

Das Bundesländerranking 2007
Donnerstag Januar 17th 2008, 10:33 pm
Abgelegt unter: Finanzen und Wirtschaft

Baden-Württemberg gewinnt vor Sachsen-Anhalt und Hamburg

Die wissenschaftliche Studie von INSM und WirtschaftsWoche, die von Ökonomen der IW Consult GmbH Köln erstellt wurde, vergleicht die deutschen Bundesländer an Hand von 33 ökonomischen und standortrelevanten Indikatoren vom Bruttoinlandsprodukt bis zur Investitionsquote.

Ausschlaggebend für die Platzierung im Dynamik-Ranking sind ausschließlich die Veränderungen zwischen 2004 und 2006.

„Das Bundesländerranking 2007 zeigt eindrucksvoll, dass Länder, die eine kontinuierliche Wachstumspolitik betrieben haben, davon jetzt profitieren” lobt Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSM, die wirtschaftliche Entwicklung des Siegers Baden-Württemberg.

Den Spitzenplatz errang das „Ländle“ vor allem durch den massiven Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, das zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 3,6 Prozent liegt.

Rang zwei im Dynamikranking 2007 belegt das dynamischste Bundesland im Osten Sachsen-Anhalt, das sich in den letzten Jahren konsequent nach vorn arbeitet.

Verantwortlich für diesen Sprung an die Spitze ist die hervorragende Entwicklung bei der Arbeitsproduktivität, die zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent stieg. Bundesweit waren es durchschnittlich nur 3,0 Prozent.

Für die größte Überraschung im Dynamikranking sorgt allerdings der Stadtstaat Hamburg, der sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Ränge von zehn noch vor Bayern auf den dritten Platz schieben konnte.

„Hamburg profitiert davon, dass annähernd zehn Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen ihren Sitz in Hamburg haben“, erläutert Klaus Methfessel, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche, das Ergebnis.

Bei einer Unterteilung der 16 Bundesländer in die Großregionen Nord, Süd, West und Ost liegt der Süden, bedingt durch die sehr gute wirtschaftliche Dynamik Baden-Württembergs und Bayerns erneut vorn. Dank der guten Performance der Stadtstaaten Hamburg und Bremen konnte sich der Norden in diesem Jahr vom 4. auf den 2. Platz vorschieben, gefolgt von den Bundesländern im Osten und im Westen.

Neben dem Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2006 ausweist, gibt die Studie zusätzlich im Bestands-Ranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand. Bis auf einige geringe und daher weniger spektakuläre Verschiebungen im Mittelfeld, bleibt das Bestandsranking, unverändert.

Die West-Länder belegen die Ränge 1 bis 8, während die ostdeutschen Bundesländer das Schlusslicht des Rankings bilden.

Das Spitzentrio wird angeführt von Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen. Die Ost-West-Schere klafft hier, anders als im Dynamikranking weit auseinander. Wie 2006, behält Mecklenburg-Vorpommern die Rote Laterne. Sachsen-Anhalt und Brandenburg landen auf Platz 12 bzw. Platz 11.
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Quelle: WiWo

Den kompletten Bericht zur Studie können Sie auch als PDF-Datei herunterladen

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