Die Commerzbank kann sich bei Bedarf Milliarden an frischem Geld für etwaige Übernahmen besorgen.
Die Aktionäre stimmten am Donnerstag auf der Hauptversammlung mit der notwendigen Drei-Viertel-Mehrheit umfangreichen Kapitalmaßnahmen zu, wie ein Sprecher des Instituts mitteilte.
Die Anteilseigner erlauben dem Management damit, bis zu weitere 320 Millionen Stückaktien neu auszugeben.
Zusammen mit früheren Ermächtigungen darf die Bank nun insgesamt maximal 640 Millionen Aktien platzieren, wie der Sprecher erläuterte.
Gemessen am aktuellen Aktienkurs entspräche dies einem Volumen von bis zu fast 15 Milliarden Euro.
Die Aktionäre wählten zugleich den aus dem Amt geschiedenen Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller mit einer Mehrheit von 95 Prozent in den Aufsichtsrat.
Der 63-Jährige wird dort Nachfolger des Gremiumsvorsitzenden Martin Kohlhaussen, der altersbedingt seinen Posten abgibt.
Nachfolger von Müller als Konzernchef ist der fast 20 Jahre jüngere Martin Blessing, der bisher im Vorstand das Mittelstandsgeschäft verantwortete.
Bei dem Aktionärstreffen waren Aktionäre für rund 46 Prozent des Grundkapitals der Commerzbank anwesend.
Quelle: Reuters
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