FinanzBlog24

Unterschriftskrakel sind rechtsgültig
Donnerstag April 10th 2008, 1:38 pm
Abgelegt unter: Anwalt und Recht, Schulden

Manchmal ähneln Unterschriften eher einer Wellenlinie oder einem Haken als einer korrekten Signatur, doch das macht nichts.

Auch unleserliche Unterschriften unter Verträgen sind rechtsgültig, meint das Oberlandesgericht Köln (Az. 2234/05).

Mit der Unterschrift unter einem Vertragswerk werden nicht selten Geschäftsvorgänge mit weit reichenden Folgen besiegelt.

Egal ob Immobiliengeschäft, Autokauf oder Darlehensvertrag – wichtig ist, dass die Identität des Unterzeichners zweifelsfrei erkennbar ist.

Dies ist nach Ansicht der Kölner Richter bei Schlängel- oder Wellenlinien durchaus gegeben.

Denn die Identität – und darauf komme es bei Unterschriften an – sei auch bei solchen Signaturen nachweisbar.


Quelle: M.Geißler

.





US-Zwangsvollstrecker kommen nicht nach
Samstag April 05th 2008, 7:55 pm
Abgelegt unter: Immobilie, Schulden

Die Lage am Markt für US-Eigenheime nimmt immer dramatischere Züge an.

Ende Dezember ist die Zahl der Schuldner, die mindestens 90 Tage im Verzug mit ihren Hypotheken stehen, auf 3,6 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit mindestens fünf Jahren, berichtet der Verband der Hypothekenbanken Mortgage Bankers Association. Die Zahl ist damit erstmals fast doppelt so hoch wie mit zwei Prozent der Anteil, der zwangsversteigert wurde.

Die Banken agieren mit Zeitverzögerung, denn Vandalismus der vormaligen Hausbesitzer und die Kosten für die Überwachung und Instandhaltung monatelang leerstehender Objekte belaufen sich auf bis zu 15 Prozent des Marktwerts.

In dieser Situation leben viele Menschen einfach in ihren vier Wänden weiter, was wiederum die Statistiken zum Immobilienmarkt verfälscht. Diese Schuldner werden letztlich die Zahl der säumigen Zahlungen noch höher treiben, so dass weitere Eigenheime auf den bereits überschwemmten Markt kommen.

“Wir haben keine Ahnung, wie schlimm die Lage bereits ist, weil der ganze Prozess sich verzögert”, erläuterte Mark Zandi, Chefökonom bei Moody’s Economy.com in New York.

“Die Probleme sind wahrscheinlich messbar größer als wir annehmen.”

Der Zeitraum, bis Banken ein Haus zwangsversteigert hatten, ist im vergangenen Jahr auf 61 Tage angestiegen, verglichen mit 37 Tagen ein Jahr zuvor, geht aus Daten von RealtyTrac hervor. Die Verkäufe von zwangsversteigerten Häusern kletterten 2007 um 4,4 Prozent, während das Angebot sich mehr als verdoppelt hat.

“Einige Banken wollen einfach nicht, dass die Häuser leer stehen. Insbesondere, wenn es sich um ein Gebiet handelt, in dem es viel Diebstahl gibt und fünf andere Häuser in der Straße ebenfalls leer stehen”, berichtet Immobilienmaklerin Georgia Kapsalis von Added Value Realty. “Es verschwinden die Toiletten, die Rohre, die Geräte, alles. Die Banken werden vernünftig und lassen die Leute dort länger wohnen.”

Aber die Banken haben noch einen weiteren Grund, Zwangsversteigerungen hinauszuzögern, da die Eigenheimverkäufe sinken, während das Angebot steigt. “Was sollen sie tun? Sie wollen das Haus nicht. Sie haben eine Hypothek für eine Million Dollar und das Haus ist 750.000 Dollar wert”, sagt Immobilieninvestor Howard Fishman. Im Februar waren über vier Millionen Häusern aus Bestand auf dem Markt, 53 Prozent mehr als der Durchschnitt der vergangenen neun Jahre von 2,6 Millionen.

“Das Überangebot ist das größte Risiko für den Markt”, erläutern Michelle Meyer und Ethan Harris, Ökonomen bei Lehman Brothers.

“Und so lange das Angebot hoch bleibt, werden die Preise fallen.” Das steigende Angebot hat bereits den durchschnittlichen Hauspreis im Februar auf 195.900 Dollar gedrückt. Das sind 15 Prozent weniger als der Spitzenpreis von 230.200 Dollar vom Juli 2006.

In der Regel werden Hauseigentümern 90 Tage Frist eingeräumt, ihre Zahlungen wieder aufzunehmen, bevor Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet werden. In den meisten Bundesstaaten sind es zwei bis sechs Monate. In Maine kann es bis zu ein Jahr sein, in New York 19 Monate und in Georgia kann es bereits in einem Monat passieren.

Das Zivilgericht in St. Lucie County in Florida erhält jeden Tag 44 Anträge auf Zwangsvollstreckung, soviel waren es 2005 im Schnitt in einem Monat. Die Mitarbeiter haben Probleme, den Arbeitsberg zu bewältigen. In der Regel dauert es drei Wochen, bis sie die Anträge bearbeiten können. Weitere zwei Monate gehen ins Land, bis ein Gerichtstermin steht.

Noch andere Faktoren zögern Zwangsversteigerungen hinaus. “In einigen Fällen haben wir Zwangsversteigerungen hinausgezögert, um unseren Teams mehr Zeit zu geben, potenzielle Lösungen zu erarbeiten, damit die säumigen Schuldner in ihren Häusern bleiben können”, berichtet Mark Rodgers, Sprecher bei CitiMortgage, einer Tochtergesellschaft von Citigroup.

Wenige Hypothekeninstitute geben jedoch zu, dass sie den Hauseigentümern gestatten, im Haus zu bleiben, ohne etwas zu zahlen. “Kein Hypothekeneintreiber wird sagen, Sie können hier noch weitere sechs Monate mietfrei wohnen”, erklärt Paul Miller, Hypotheken-Analyst bei Friedman Billings Ramsey & Co. “Letztlich werden sie die Leute aus den Häusern treiben.”


Quelle: J.Hahn









Home 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76
77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109