FinanzBlog24

Warren Buffett - Auf der Suche nach Übernahmezielen
Sonntag Mai 04th 2008, 5:14 pm
Abgelegt unter: Kapital, Beteiligung

Der milliardenschwere US-Investor Warren Buffett hat deutsche Familienunternehmen ins Visier genommen.

Verkaufswillige Unternehmerfamilien sollten an seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway denken, sagte Buffett am Wochenende bei einer Versammlung seines Konzerns.

„Wir wollen auf ihrem Radarschirm erscheinen.“

Im Laufe des Monats werde er auf der Suche nach Übernahmezielen durch vier europäische Staaten reisen.

Während der jüngsten Finanzmarktturbulenzen kaufte Buffett nach eigenen Angaben Anleihen im Wert von vier Milliarden Dollar.

Am Freitagabend hatte Berkshire wegen Verlusten bei Derivate-Geschäften und einem Einbruch bei Versicherungsprämien einen drastischen Gewinneinbruch im ersten Quartal ausgewiesen.

Das Nettoergebnis des Konzerns des reichsten Mannes der Welt schrumpfte demnach um 64 Prozent auf 940 Millionen Dollar von 2,6 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Im Prämiengeschäft verzeichnete die Investmentfirma einen Rückgang um 54 Prozent auf 6,21 Milliarden Dollar.

Das Betriebsergebnis sank um 13 Prozent auf 1,93 Milliarden Dollar. Die Einnahmen gingen um 24 Prozent auf 25,18 Milliarden Dollar zurück.

Berkshire Hathaway ist Buffett zufolge mit einer Milliardensumme im Markt für ARS-Anleihen engagiert.

Auction Rate Securities (ARS) sind Anleihen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Infolge des Vertrauensverlusts an den Finanzmärkten scheiterten unlängst reihenweise Auktionen auf dem rund 330 Milliarden Dollar schweren ARS-Markt an mangelndem Interesse der Investoren.

Sein neuer Versicherer für Kommunalanleihen Berkshire Hathaway Assurance entwickle sich zudem zu einem wichtigen Akteur, betonte der Investor.

Buffett hatte unlängst mit einem Rettungsangebot für die angeschlagenen US-Bondversicherer MBIA und Ambac Financial und FGIC von sich Reden gemacht.

Der von „Forbes“ zum reichsten Mann der Welt gekürte Unternehmer hatte angeboten, die Kommunalanleihen der Versicherer zu übernehmen.

Schlagzeilen machte Buffett zudem kürzlich mit der Übernahme des Kaugummi-Herstellers Wrigley durch den Süßwarenkonzern Mars. Er hat dem Unternehmen die milliardenschwere Übernahme mittels einer Finanzspitze ermöglicht.

Berkshire kontrolliert rund 70 Tochterfirmen.

Zur breiten Palette gehören neben Versicherern auch Versorger, Restaurantketten, Textilunternehmen, Großhandelskonzerne und Schmuckhersteller. Die Gesellschaft hält zudem milliardenschwere Aktienpakete von US-Großkonzernen wie Coca-Cola, Procter & Gamble und American Express.
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Quelle: HB





Scheich Al Jaber von Austrian Airlines getäuscht - Investment zurückgezogen
Sonntag Mai 04th 2008, 7:17 am
Abgelegt unter: Kapital, Beteiligung

Investor Scheich Al Jaber erhebt schwere Vorwürfe gegen AUA-Chef Ötsch.

Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber wird doch nicht bei der Austrian Airlines-Gruppe einsteigen, berichtete “profil” am Samstag.

Das Nachrichtenmagazin berief sich auf ein mit 30. April datiertes Schreiben seiner Anwälte der Wiener Kanzlei Wolf Theiss.

Darin wird die “offenkundig unrichtige Darstellung der Unternehmensentwicklung” als Grund genannt - und kritisiert, dass man “bewusst in die Irre geführt” worden sei.

“Der beabsichtigten Kooperation unter Kapitalbeteiligung wurde dadurch jegliche Grundlage entzogen”, zitiert “profil” aus dem Schreiben - und weiter:

“Angesichts der hervorgekommenen Tatsachen erachten sich unsere Mandantinnen an den Zeichnungsvorvertrag nicht mehr gebunden und ziehen die Verpflichtung zur Zeichnung der Kapitalerhöhung zurück.

Darüber hinaus behalten sich unsere Mandantinnen die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen vor.”

Mohamed Al Jaber hatte sich am 3. April vertraglich verpflichtet, im Rahmen einer geplanten Kapitalerhöhung und vorbehaltlich der Genehmigungen durch die AUA-Hauptversammlung am 7. Mai junge Aktien zum Stückpreis von 7,1 Euro bis zu einem Gesamtvolumen von 150 Millionen zu erwerben.

Der Investor wirft AUA-Chef Alfred Ötsch nun vor, die Wahrheit über die AUA-Verluste im ersten Quartal 2008 verschwiegen zu haben. Im Schreiben der Al Jaber-Anwälte heißt es: “Bei Kenntnis der wahren Wirtschaftslage hätten unsere Mandantinnen den Zeichnungsvorvertrag niemals abgeschlossen.”

Die AUA habe gültige Verträge und habe sich vertragskonform verhalten.

Sie kenne kein “geheimes Kündigungsschreiben” von Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber, sagte AUA-Pressesprecherin Lydia D’Andrea am Samstag zu dem Artikel, wonach Al Jaber sein zugesagtes AUA-Engagement abgesagt hat. Das Wort Klage wollte sie im Radio-”Mittagsjournal” “nicht in den Mund nehmen”.

Es gebe keinen Grund für eine Klage; wenn man einen gültigen Vertrag habe, werde man nicht klagen, so D’Andrea.

Eine “falsche Darstellung” sei es, wenn Al Jaber laut “profil” der AUA vorwirft, dass er über die Unternehmensentwicklung bewusst in die Irre geführt worden sei.

Sie wisse nicht, worauf sich Al Jaber da beziehe, sagte die AUA-Pressesprecherin. Sie verwies auf eine Pressekonferenz vom März, wo AUA-Chef Alfred Ötsch schon erklärt hatte, dass 2008 aufgrund der hohen Treibstoffpreise ein “grimmiges Jahr” werde.
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Quelle: Ag









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