FinanzBlog24

UNO zahlt nicht - Firma rutscht in die Pleite
Freitag Mai 02nd 2008, 3:18 pm
Abgelegt unter: Finanzen und Wirtschaft, Insolvenz

Die UNO trägt offenbar die Hauptschuld am Konkurs der Küssnachter Helikopter-Unternehmen Helog AG und Helog-Heliswiss AG.

Sie bezahlte die deutsche Helog-Tochter Lufttransport KG nicht, die für sie Aufträge ausgeführt hatte.

Folglich konnte die Lufttransport KG die beiden KĂĽssnachter Firmen nicht mehr bezahlen.

Der Helog AG fehlen deshalb 9,7 Millionen Franken, ihrer Tochter Helog-Heliswiss AG 2,4 Millionen Franken, wie Konkursverwalter Andreas Feuz zu einem Bericht der Zeitung “Bote der Urschweiz” sagte.

Im Zusammenhang mit der deutschen Helog-Tochter gibt es zudem rechtliche Probleme.

Inzwischen wurde sie an ein niederländisches Unternehmen verkauft. Durch den Konkurs der Helog AG, der Anfang März eröffnet wurde, ist nun aber unklar, ob der Vertrag gültig ist.

Zehn Tage vor dem Konkurs verkaufte die Helog AG zudem einen ihrer drei Helikopter an die in Chur domizilierte Swiss Helicopter Group.

Der Verkauf wurde noch nicht im Luftfahrzeugbuch eingetragen, weshalb nun Uneinigkeit herrscht, wem der Helikopter gehört.

Das Konkursamt ist der Meinung, er gehöre in die Konkursmasse. Davon will die Swiss Helicopter Group nichts wissen.

Auch zwei andere Helikopter bereiten Probleme, denn auf sie sind Pfandrechte und Eigentumsvorbehalte eingetragen.

Das Konkursamt geht allein im Helog-Konkurs von Forderungen bis zu 50 Mio. Franken aus, wie Feuz sagte. 154 Gläubiger der Helog AG sind bisher bekannt, die Eingabefrist für Forderungen läuft aber noch bis am 19. Mai. Es könnten somit noch mehr werden.

Im Konkurs über der Helog-Heliswiss gibt es bisher 178 bekannte Gläubiger mit einer Forderung von insgesamt rund 5 Millionen Franken. Auch hier könnten es noch mehr werden.
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Quelle: sda





Firmenpleiten gehen zurĂĽck
Donnerstag März 27th 2008, 9:48 pm
Abgelegt unter: Insolvenz

Die Firmenpleiten sind im ersten Quartal 2008 um 15 Prozent zurückgegangen. Salzburg ist Klassenbester, in Tirol wurden nur die abgewiesenen Fälle weniger.

Die Unternehmenspleiten sind im ersten Quartal 2008 um 15 Prozent zurückgegangen, die eröffneten Insolvenzverfahren nur um rund 3,6 Prozent, die mangels Vermögens abgewiesenen Verfahren aber um 24,8 Prozent.

FĂĽr Jubel ist es noch zu frĂĽh.

Laut KSV1870 sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Denn ein Quartal ist zu kurz, um einen klaren Trend für das Gesamtjahr ableiten zu können.

„Mit einem gewissen Zeitverzug ist diese Gesamtzahl ein Spiegel dessen, was in den vergangenen Monaten an Zahlungsverzug und Illiquidität aufgetreten ist”, sagt KSV1870-Experte Hans-Georg Kantner.

Insolvenzanträge, die nicht vom Schuldner selbst kommen, sind drei bis sechs Monate bei Gericht in Arbeit, bis sie eröffnet oder abgelehnt werden.

Fakt ist fĂĽr Kantner: „Jeder Konkurs der nicht abgewiesen wurde, wurde eröffnet.”

Wie viele Insolvenzanträge derzeit von Gerichten bearbeitet werden, wurde nicht evaluiert. Indes soll der Rückgang in einigen Bundesländern u.a. darauf zurückzuführen sein, dass Finanzämter und Krankenkassen weniger Anträge gestellt haben.

Wien
Die Pleiten sind um 18 Prozent gesunken. „Die eröffneten Verfahren sind fast gleich geblieben, der Rückgang betrifft die abgewiesenen Fälle“, sagt Christoph Vavrik vom KSV1870. „Der Trend geht zu Kleinstinsolvenzen.“ Die Passiva sanken von 79 auf 27 Millionen €.

Niederösterreich
Die Pleiten sind um 12,9 Prozent gesunken, „Die Passiva sind ebenfalls zurückgegenagen. Die Struktur der Insolvenzen hat sich nicht geändert, wenn man große Fälle wie Battenfeld wegläßt“, sagt Alexander Klikovits vom KSV1870. Es geht vermehrt um Ein-Mann-Firmen.

Burgenland
Die Zahl der Insolvenzen ist um einen Fall auf 63 gestiegen. Erfreulich ist, dass die Passiva von 84 auf 8 Millionen € geschrumpft sind.

Oberösterreich
Laut Otto Zotter vom KSV1870 hat Oberösterreich die niedrigsten Insolvenzzahlen seit 2001: minus 18,7 Prozent oder 41 Insolvenzen weniger. Da Kleinfirmen kaum Finanz-Polster haben, steige bei einer Konjunkturverlangsamung die Insolvenzanfälligkeit gleich wieder.

Salzburg
Salzburg ist Klassenbester: Die Firmenpleiten sanken um 43 Prozent bzw. 52 Fälle; aber nur 26 Fälle konnten eröffnet werden. Einen Trend für heuer kann KSV1870-Experte Erich Grausgruber schon erkennen: „Die Firmenpleiten werden weniger und kleiner.“

Vorarlberg
Auch in Vorarlberg sind die Insolvenzen nur um einen Fall auf 62 gestiegen, dafür sanken die Insolvenzpassiva ganz massiv: von 39 auf 12 Millionen €.

Tirol
Die Insolvenzen sind um 17 Prozent zurückgegangen. Laut Walter Hintringer vom KSV1870 geht der Rückgang (23 Fälle) ausschließlich auf abgewiesene Konkurse zurück. Die Passiva sanken daher nur gering: von 54 auf 52 Millionen €.

Steiermark
In der Steiermark sind die Unternehmenszusammenbrüche um 11,2 Prozent bzw. um 23 Fälle gesunken.

Kärnten
Die Pleiten sind um 13,4 Prozent auf 110 Fälle gestiegen. Die eröffneten Fälle liegen mit einem Anstieg um vier Fälle im Rahmen der üblichen Bandbreite, nur die abgewiesenen Insolvenzen sind um 17 Prozent gestiegen, sagt KSV1870-Expertin Barbara Wiesler: „Bei uns wird es sich wieder einpendeln.“
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Quelle: Kid Möchel









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