Direktbanken - Solide und mit Spitzenkonditionen
Wir Deutschen nutzen immer mehr das Internet.
Egal ob es um Bücher, High-Tech, Spielzeug oder Bankgeschäfte geht.
Banken wie Comdirect Bank und ING-Diba profitieren davon. Beide Institute konzentrieren sich auf Privatanleger, was im aktuellen Umfeld viel Sicherheit bringt.
Ben Tellings, Vorstandsvorsitzender der ING-Diba bringt es auf den Punkt: “Wir sind genau da, wo andere noch hinwollen”.
Längst buhlen auch die Großbanken wieder um den Privatkunden, nachdem sie diesem Geschäftsbereich jahrelang wenig Beachtung schenkten und sich auf das Investmentbanking konzentrierten.
Comdirect: Gestartet als Online-Broker
Ihr Geschäft starteten Comdirect als auch ING-Diba zwar mit dem Fokus auf den Privatanleger, aber nicht mit dem Ziel eine Direktbank als Alternative zur Hausbank zu werden. Die in Quickborn bei Hamburg ansässige Comdirect wurde 1994 als Onlinebroker gegründet. Im Mittelpunkt stand das Wertpapiergeschäft mit Privatanlegern, das im Börsenboom der Neunziger Jahre florierte.
Bereits vier Jahre nach Gründung schrieb die Bank schwarze Zahlen und ging 2000 an die Börse. Gut 80 Prozent der Anteile liegen heute bei der Mutter Commerzbank, knapp 20 Prozent sind im Streubesitz. Comdirect ist aber längst kein reiner Online-Broker mehr. Ziel der Comdirect ist ein Komplettangebot für Privatkunden ohne herkömmliche Filialen.
Die Wurzeln der ING-Diba reichen bis ins Jahr 1965 zurück.
Sie wurde als “Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG” ebenfalls mit einer besonderen Intension gegründet: Der Anlage von vermögenswirksamen Leistungen, die damals neu eingeführt wurden. Denn die Großbanken zeigten wenig Interesse an der Anlage der Minibeträge.
1998 kamen die Holländer: ING erwarb 49 Prozent an der Bank, die damals Geschäfte per Telefon, Telefax oder Internet bot. 2002 kaufte die Niederländer weiter zu und schluckten im Jahr darauf die Direktbank ganz. 2004 war sie längst Branchenprimus und verleibte sich die Nummer zwei ein, die Nürnberger Entrium Direct Bankers AG. Seitdem steht die ING-Diba unangefochten an der Spitze der Direktbanken und ist auch europaweit die Nummer eins.
Kundenstamm und Einlagen haben sich in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt.
Ende 2008 vertrauten rund 6,7 Millionen Kunden ihr Geld der ING-Diba an, insgesamt bringt es die Direktbank auf 64,4 Milliarden Euro Einlagen. Bekannteste Produkte und Topseller sind das täglich verfügbare Extra-Konto sowie das Festgeldangebot. Ungewöhnliche Wege geht die Bank bei der Bargeldversorgung. Jeder zweite Elektronikfachmarkt Saturn ist mit einem ING-Diba-Geldautomaten bestückt. Seit Herbst kommen Mediamarkt-Filialen hinzu.
Damit trotzt die Direktbank Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die den Diba-Kunden nicht mehr gestatten wollten, via Visa-Karte kostenlos Bargeld bei ihnen abzuheben.
Dieses Problem haben Comdirect Bank-Kunden nicht.
Sie können sich jederzeit an den Geldautomaten der Muttergesellschaft Commerzbank bedienen. Die Comdirect legt ebenfalls hohe Wachstumsraten vor: 2008 gewann die Bank mit “Tagesgeld Plus” mehrere hunderttausend Neukunden. Insgesamt hat die Comdirect 1,3 Millionen Kunden und betreut ein Vermögen von 20,3 Milliarden Euro.
Und auch unter dem Strich stimmen die Zahlen: Comdirect verdiente 2008 vor Steuern 77,8 Millionen Euro und Branchenprimus ING-DiBa brachte es auf ein Plus von 412 Millionen Euro. Abschreibungen auf faule Kredite sind hier kein Thema.
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Quelle: A.Klotz
Geldautomaten-Streit
Dienstag Juni 23rd 2009, 3:34 pm
Abgelegt unter:
Geldverkehr
Für viele Verbraucher ist die Situation ärgerlich.
Zwar gibt es in Deutschland etwa 51 000 Geldautomaten – doch nicht alle dürfen von allen Bankkunden kostenlos genutzt werden.
In den Streit um das kostenlose Bargeldziehen mit der Visa-Karte kommt wieder Bewegung:
Das Bundeskartellamt hat sich in den Streit zwischen vorwiegend Direktbanken auf der einen und Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf der anderen Seite eingeschaltet.
Außerdem haben die Direktbanken erstmals ein Hauptsacheverfahren angestrengt.
Gleich an zwei Fronten geraten die Sparkassen und Genossenschaftsbanken nun unter Druck. Zum ersten interessiert sich das Bundeskartellamt für Geldautomatengebühren und -verbünde. Mit Schreiben vom 11. Mai 2009, hat es an den Zentralen Kreditausschuss (ZKA) etliche Fragen zur “Vereinbarkeit der bestehenden Geldautomatenverbünde mit kartellrechtlichen Anforderungen” gerichtet.
Darin wirft die Behörde unter anderem die Frage auf, inwieweit Transparenz der Geldautomatengebühren für die Kunden besteht und ob die bestehenden Geldautomatenverbünde offen für den Beitritt weiterer Mitglieder zu angemessenen Konditionen seien.
Der Zentrale Kreditausschuss hat bereits auf die Anfrage des Kartellamts geantwortet.
“Das Kartellamt hat uns signalisiert, dass die Sachlage derzeit geprüft wird. Wir stehen selbstverständlich für Gespräche mit dem Kartellamt bereit, sobald es den Bedarf danach äußert“, heißt es vom ZKA. “Wir begrüßen die Ermittlungen des Bundeskartellamts und unterstützen es gerne bei seinen Ermittlungen“, sagte ein Sprecher der Direktbank ING-Diba.
Am Oberlandesgericht Stuttgart wurde am Donnerstag ein Verfahren gegen die Sparkasse Heilbronn ohne Urteil beendet, da das Institut seinen Vertrag mit dem Kreditkartenunternehmen Visa zum 31. Mai gekündigt hatte und somit auch so seine Automaten für Visa-Kunden hätte sperren dürfen. Interessant war jedoch eine Bemerkung des Richters, dass er die Zuständigkeit in dieser Frage generell beim Bundesgerichtshof (BGH) sehe.
Die bisherigen Verfahren liefen lediglich im einstweiligen Rechtsschutz.
Bislang erging hierbei nur ein rechtskräftiges Urteil gegen die Sparkasse Schaumburg in Niedersachsen. Bei Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz ist das jeweils zuständige OLG immer die letzte Instanz. Bei Hauptsacheverfahren hingegen wird eine deutlich umfangreichere rechtliche Prüfung vorgenommen. Diese Verfahren dauern zwar daher länger, sie bieten aber den Vorteil, dass eine Rechtsstreitigkeit bis vor den Bundesgerichtshof getragen werden kann. Und die höchstrichterliche Prüfung ist genau das, was die klagenden Banken bezwecken.
Bereits seit 2008 schwelt ein Streit zwischen mehreren Dutzend Sparkassen auf der einen und einer Gruppe von zumeist Direktbanken auf der anderen Seite. Zu diesen Instituten gehören insbesondere die ING-Diba, die Volkswagen Bank und die Citibank. Die Sparkassen hatten den Direktbankenkunden den Zugang zu ihren Geldautomaten via Visa-Card gesperrt. Ihr Hauptargument lautet: Die 1,74 Euro, die die Direktbanken für die Fremdabhebung erstatten, sind den Sparkassen zu wenig.
Die andere Seite meint dagegen, die Gebühr sei mehr als kostendeckend. Außerdem würden die Institute oftmals fünf Euro oder mehr für eine Fremdabhebung verlangen – und sich die Differenz als Gewinn in die eigene Tasche stecken.
Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert endlich Transparenz für die Kunden ein: “Es darf nicht sein, dass man solche Karten zwar weltweit nutzen kann, die Welt aber schon im nächsten Dorf endet”.
“Barauszahlungen mit Visa-Karten folgender Emittenten sind nicht möglich: VW Bank, Santander Bank, DKB, ING-Diba, CC Bank, Comdirect, Allbank” – so oder ähnlich war es in den vergangenen Wochen immer wieder an Sparkassen-Automaten – auch mit den falschen Schreibweisen mancher Institutsnamen – zu lesen. Um die 50 Banken machten nach unbestätigten Zahlen ihre Automaten zumindest zeitweise dicht.
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Quelle: biallo/welt