Russischer Milliardär übernimmt Schweizer Technologiekonzern
Sonntag Mai 11th 2008, 8:14 am
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Beteiligung
Der russische Milliardär Viktor Vekselberg hat den Schweizer Technologiekonzern OC Oerlikon nun fest im Griff.
Seine Renova übernimmt von der bisher grössten Aktionärin Victory ein Aktienpaket in Höhe von 14,1%.
Vekselbergs Anteil an OC Oerlikon beträgt nun 39,1%.
Renova hofft, dass der Vollzug der Transaktion kartellrechtlich innerhalb von zwei Wochen abgewickelt werden kann.
Die bisher grösste Aktionärin Victory behält gemäss Angaben des Victory-Sprechers künftig rund 13,5% der Aktien sowie Optionen zum Kauf von weiteren rund 20%.
Renova und Victory einigten sich auch auf die künftige Zusammensetzung des Oerlikon-Verwaltungsrates.
Renova soll künftig die Hälfe der Mitglieder stellen.
Die Wahl erfolgt an der Generalversammlung vom 13. Mai.
Der bisherige OC Oerlikon Verwaltungsratspräsident Georg Stumpf und Günther Robol - beide Victory-Vertreter - stellen sich nicht mehr zur Wiederwahl.
Die Pläne, die Vekselberg für OC Oerlikon hat, will Renova erst im Rahmen der Generalversammlung offen legen.
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Quelle: swissinfo
Warren Buffett - Auf der Suche nach Übernahmezielen
Der milliardenschwere US-Investor Warren Buffett hat deutsche Familienunternehmen ins Visier genommen.
Verkaufswillige Unternehmerfamilien sollten an seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway denken, sagte Buffett am Wochenende bei einer Versammlung seines Konzerns.
„Wir wollen auf ihrem Radarschirm erscheinen.“
Im Laufe des Monats werde er auf der Suche nach Übernahmezielen durch vier europäische Staaten reisen.
Während der jüngsten Finanzmarktturbulenzen kaufte Buffett nach eigenen Angaben Anleihen im Wert von vier Milliarden Dollar.
Am Freitagabend hatte Berkshire wegen Verlusten bei Derivate-Geschäften und einem Einbruch bei Versicherungsprämien einen drastischen Gewinneinbruch im ersten Quartal ausgewiesen.
Das Nettoergebnis des Konzerns des reichsten Mannes der Welt schrumpfte demnach um 64 Prozent auf 940 Millionen Dollar von 2,6 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Im Prämiengeschäft verzeichnete die Investmentfirma einen Rückgang um 54 Prozent auf 6,21 Milliarden Dollar.
Das Betriebsergebnis sank um 13 Prozent auf 1,93 Milliarden Dollar. Die Einnahmen gingen um 24 Prozent auf 25,18 Milliarden Dollar zurück.
Berkshire Hathaway ist Buffett zufolge mit einer Milliardensumme im Markt für ARS-Anleihen engagiert.
Auction Rate Securities (ARS) sind Anleihen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Infolge des Vertrauensverlusts an den Finanzmärkten scheiterten unlängst reihenweise Auktionen auf dem rund 330 Milliarden Dollar schweren ARS-Markt an mangelndem Interesse der Investoren.
Sein neuer Versicherer für Kommunalanleihen Berkshire Hathaway Assurance entwickle sich zudem zu einem wichtigen Akteur, betonte der Investor.
Buffett hatte unlängst mit einem Rettungsangebot für die angeschlagenen US-Bondversicherer MBIA und Ambac Financial und FGIC von sich Reden gemacht.
Der von „Forbes“ zum reichsten Mann der Welt gekürte Unternehmer hatte angeboten, die Kommunalanleihen der Versicherer zu übernehmen.
Schlagzeilen machte Buffett zudem kürzlich mit der Übernahme des Kaugummi-Herstellers Wrigley durch den Süßwarenkonzern Mars. Er hat dem Unternehmen die milliardenschwere Übernahme mittels einer Finanzspitze ermöglicht.
Berkshire kontrolliert rund 70 Tochterfirmen.
Zur breiten Palette gehören neben Versicherern auch Versorger, Restaurantketten, Textilunternehmen, Großhandelskonzerne und Schmuckhersteller. Die Gesellschaft hält zudem milliardenschwere Aktienpakete von US-Großkonzernen wie Coca-Cola, Procter & Gamble und American Express.
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Quelle: HB