Festgeld oder doch lieber Aktien?
Dienstag Juni 16th 2009, 5:48 pm
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Die Kursanstiege in den vergangenen Wochen machen Mut.
Risikobewußte Anleger, die mehr als die derzeit erzielbaren bis zu drei Prozent Rendite beim Festgeld anstreben, denken über den Einstieg in Aktien nach.
Doch: Verspricht in der aktuellen Wirtschaftskrise der Weg zurück an die Börse nachhaltigen Erfolg?
Aktienexperten sind skeptisch. Den Zeitpunkt zum massiven Börseneinstieg halten viele Investmenthäuser und Analysten noch nicht für gekommen.
Schuld daran ist die anhaltende Wirtschaftskrise. Zwar verlangsamt sich die Abwärtsspirale, doch ein nachhaltiger Aufschwung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Experten befürchten noch mehrere Quartale mit negativem Wirtschaftswachstum.
Und auch danach bleibe die Wirtschaft insgesamt schwach, das gelte vor allem für Schlüsselindustrien wie die Autoindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Metallbranche. Viele Arbeitsplätze hängen am Tropf staatlicher Hilfen.
Die Aktienmärkte honorierten jüngst Nachrichten vom Ende des Abschwungs mit leichten Kursgewinnen.
Doch für nachhaltige Zuwächse bedarf es positiver Aussichten auf breiter Front – und die sind derzeit rar. Insbesondere sinkende Unternehmensgewinne blockieren den Börsenaufschwung. Anlagestrategen rechnen deshalb mit anhaltenden Seitwärtsbewegungen an den Börsen. Zwischenzeitliche Kursrückschläge seien jederzeit möglich, denn die Rezession ist noch nicht ausgestanden. Erneute Kursverluste von zehn bis 15 Prozent werden für wahrscheinlich gehalten, weil immer wieder schwache Konjunkturdaten die Märkte belasten.
Unternehmensgewinne zwingen Aktienkurse auf Diät
Signifikant ist vor allem der Rückgang der Unternehmensgewinne. Mussten zum Beispiel die Dax-Konzerne im Jahr 2008 ein Minus von 34 Prozent verkraften, so wird für 2009 ein weiterer Rückgang um 25 Prozent erwartet. Um die Halbierung der Unternehmensgewinne binnen zwei Jahren wieder auszubügeln, benötigen die Aktiengesellschaften ein Gewinnplus von 100 Prozent.
Doch nachdem die Auftragseingänge auf den Stand der Jahrtausendwende zurückgefallen sind, erwartet derzeit niemand solche Zuwächse. Analysten warnen davor, dass es Jahre dauern könnte, bis sich die Unternehmen erholt haben und die Unternehmensgewinne sprudeln.
Optimistische Börsenszenarien sehen den Dax frühestens im Jahr 2013 wieder Richtung 8.000er-Marke marschieren. Allerdings müssten dafür die Unternehmensgewinne ab 2010 jährlich um über 20 Prozent zulegen. Weniger optimistische Szenarien rechnen erst 2018 mit dem Erreichen alter Höchststände. Schneller als 2013 würde der Dax sein Rekordhoch von 2007 nur erklimmen, wenn die Aktien extrem hohe Bewertungsniveaus erreichen.
Doch dazu werden Anleger nach den massiven Börsencrashs der jüngsten Vergangenheit wohl nicht bereit sein. Im Gegenteil: Bleiben Aktiensparer vorsichtig und akzeptieren zum Beispiel nur niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnisse, werden die Aktienkurse langfristig auf Diät bleiben.
Was also tun?
Anleger sollten Vorsicht walten lassen und ihr Depot defensiv ausrichten, etwa mit inflationsindexierten Anleihen, offenen Immobilienfonds oder Mischfonds. Der Aktienanteil bleibt besser untergewichtet, neue Aktien werden nur selektiv und zur Langfristanlage erworben.
Fazit: Wer allerdings planbare Zuwächse ohne Risiko anstrebt, sollte auch angesichts einer prognostizierten Inflationsrate von 0,5 Prozent für 2010 jetzt hochverzinste Festgeldanlagen abschließen.
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Quelle: M.Geißler
Neue Konditionen der Onlinebroker
Dienstag Januar 27th 2009, 6:16 pm
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Einige Onlinebroker starten mit neuen Gebührenstaffeln ins neue Jahr.
Was auf den ersten Blick nach großem Entgegenkommen für aktive Kunden aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick als kostenintensiv.
S-Broker, der Onlinebroker der Sparkassen, bietet seit Mitte Januar eine spezielle Rabattstaffel für aktive Wertpapiersparer.
Bis zu 80 Prozent Rabatt auf die Orderprovision gewährt S-Broker, je nachdem, wie häufig Investoren Aktien, Zertifikate oder Fondsanteile kaufen.
Die Grundgebühr für eine Transaktion beträgt aktuell 4,95 Euro plus 0,25 Prozent vom Orderwert. Wer Aktien im Wert von 5.000 Euro kauft, zahlt also 17,45 Euro. Hinzu kommt das Entgelt für den Handelsplatz, für die Börse München etwa 2,75 Euro.
Die Minimumprovision bei S-Broker beträgt in jedem Fall 9,95 Euro und die Maximumprovision 49,95 Euro.
Vieltrader erhalten jetzt hohe Rabatte auf den Orderpreis, allerdings müssen sie dafür auch kräftig handeln.
Ab 100 Transaktionen pro Jahr gewährt S-Broker einen Bonus von zehn Prozent. Dafür sind durchschnittlich neun Trades pro Monat notwendig. Die Gesamtkosten belaufen sich im günstigsten Fall (9,95 pro Order) auf jährlich 995 Euro. Abzüglich zehn Prozent Rabatt würden immerhin noch 895,50 Euro an Ordergebühren anfallen.
Um auf 20 Prozent Orderrabatt zu kommen, müssen Börsianer bereits 250 Transaktionen pro Jahr tätigen. Die weiteren Rabattstaffeln: Ab 500 Transaktionen gewährt S-Broker 30 Prozent Rabatt, ab 1.000 Transaktionen 50 Prozent und ab 5.000 Transaktionen 80 Prozent.
Aktive Börsianer finden auch bei Deutschlands größtem Online-Broker, der Comdirect Bank, Rabatt auf die Ordergebühr.
Voraussetzung dafür ist ein sogenanntes Trader Depot. Es bietet in den ersten sechs Monaten nach Depoteröffnung 50 Prozent Rabatt auf jede Order an deutschen Börsenplätzen sowie im außerbörslichen Handel. Ein Aktienkauf über 6.000 Euro würde im Normalfall 21,40 Euro kosten, mit dem Trader Depot sinken die Gebühren auf 11,45 Euro.
Börsenplatzabhängige Entgelte und fremde Spesen sind nicht rabattiert. Tipp: Aktive Trader können auch nach Ablauf der sechs Monate mit Vergünstigungen rechnen. Mit dem sogenannten Viel-Trader-Rabatt erhalten sie ab 125 Orders pro Halbjahr einen Rabatt von 15 Prozent auf anfallende Odergebühren.
Allerdings sind dazu durchschnittlich 21 Transaktionen pro Monat nötig, also praktisch jeden Werktag eine! Dieses Angebot richtet sich also eher an Profis.
Privatanleger profitieren schon eher von der aktuellen „Flat Fee Aktion“:
Dabei kann man bei Comdirect jetzt besonders günstig alle 30 Dax-Werte an der Börse München kaufen. Jede Order kostet bis einschließlich 16. Februar 2009 nur 7,90 Euro. Für eine 5.000-Euro-Order, die regulär 17,40 Euro kostet, zahlen Börsianer bis Mitte Februar nur 7,90 Euro.
Positiv: Die Münchner Börse verzichtet auf Teilausführungen.
Einen anderen Weg geht die Münchner DAB-Bank.
Sie schreibt Aktiensparern umso höhere Zinsen auf dem Verrechnungskonto gut, je mehr Transaktionen ausgeführt werden. Wer bis Ende Januar ein Depot eröffnet, der erhält 5,50 Prozent Zinsen bis 30.000 Euro für frisches Geld, darüber hinaus gehende Beträge werden mit vier Prozent verzinst.
Zusätzlich erhalten Aktienkäufer einen Zinsbonus in Höhe von 0,5 Prozentpunkten, wenn sie bis 15. März 2009 wenigstens zehn Transaktion getätigt haben.
Bei mindestens 50 Orders spendieren die DAB-Banker ein Prozent Bonuszins, ab 100 Transaktionen 1,5 Prozent und ab 500 Transaktionen 2,5 Prozent. Die Aktion läuft bis Mitte des Jahres. Ab 1.Juli verzinst die DAB Bank das Verrechnungskonto dann mit 3,0 Prozent.
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Quelle: M.Geißler