FinanzBlog24

Promi-Pleiten: Millionen verjubelt
Montag Juni 30th 2008, 12:45 pm
Abgelegt unter: Tagesthemen

Sie kassieren Millionen, haben zig Autos und stehen irgendwann vor dem Konkurs.

George Best, Mike Tyson, Lorenzo Lamas und Wolfgang Amadeus Mozart haben eines gemeinsam:

Sie alle haben Millionen verdient und alles verloren.

Aber wie schafft man es, ein Vermögen zu verlieren, das für mehrere normale Leben ausreicht?

Eigentlich geht es den finanziell gefallenen Superstars ähnlich wie jedem Normalverdiener vor dem Konkurs, wenn auch auf höherem Niveau.

Ed McMahon ist der jüngste Fall von Promi-Pleite.

Der langjährige CNN-Moderator brachte es bei “Larry King Live” auf den Punkt:

“Wenn du mehr ausgibst als du verdienst, dann weißt du, was passiert”.

Wie die “Los Angeles Times” berichtet, trifft die Regel im Fall McMahon zu: 600.000 Dollar Ratenschulden für seine Villa, 747.000 Dollar bei American Express in der Kreide – zu viel für den 85-jährigen Ex-Starmoderator.

Die wohl größte finanzielle Falle für Stars ist die Einkommens-Kosten-Relation.

Bei guter Auftragslage, also vielen Engagements, fließen Millionen auf die Konten und fast nichts davon ab.

Denn die Musik- und Filmstudios zahlen Hotel, Essen und Flugtickets und Sponsoren überhäufen ihre Werbeträger mit Kleidung und Geschenken.

Leider hält dieser angenehme Zustand meist nicht lange an.

Abgesehen von den echten Megastars in der Größenordnung Tom Hanks, Brad Pitt oder Madonna gibt es für Berufskünstler immer wieder magere Monate oder Jahre.

Da übt oft der Kaufrausch der fetten Jahre böse Rache am Konto:

Die Villa in Malibu muss abbezahlt werden, die Hausangestellten verlangen weiter ihr Gehalt, das neue Kleid muss selbst gekauft werden und niemand übernimmt die 300-Dollar-Rechnung für das Dinner in Manhattan.

Den hohen Fixkosten eines luxuriösen Lebens stehen rein variable Einkommen aus den Engagements gegenüber.

Dazu kommt noch, dass vor allem noch nicht ganz etablierte Künstler große Teile ihres Einkommens sofort abliefern müssen.

Manager, Agenten und PR-Fachleute kosten gut und gerne 40 Prozent der Gage, große Plattenlabels behalten sich oft sämtliche Einnahmen der ersten 100 bis 500.000 verkauften Alben.

Was für den Künstler übrig bleibt ist dann noch zu versteuern.

Wenn die Künstler noch dazu ihre gesamte Finanzgebarung einem Vermögensverwalter überlassen, wissen sie oft gar nicht, wieviel sie überhaupt (noch) haben. Michael Jackson ist wahrscheinlich so ein Fall.

Es geht aber auch einfacher, seine Millionen zu verschleudern.

Mike Tyson, der ehemalige Box-Weltmeister, hat in seiner Karriere an die 300 Millionen Dollar eingenommen.

Auf die Frage, wie er aus diesem Vermögen über 20 Millionen Schulden gemacht hat, formulierte er in einem Interview trocken: “Fast women, slow horses”.

W.A. Mozart war angeblich glücksspielsüchtig.

Ex-Fußballstar George Best, der “David Beckham der 1970er”, soll einmal in einem Interview gesagt haben: “Ich habe die Hälfte meines Geldes für Alkohol, Frauen und Autos ausgegeben. Den Rest habe ich verprasst”. Der ehemalige Manchester United-Star verstarb am 25. November 2005.


Quelle: ebl





Rekord-Teuerung in Euroland
Montag Juni 30th 2008, 12:17 pm
Abgelegt unter: Finanzen und Wirtschaft

Noch nie sind die Verbraucherpreise in der Eurozone so stark gestiegen wie im Juni.

Was die Preise in die Höhe treibt, ist seit langem klar.

Das lässt der EZB vor ihrer Sitzung am Donnerstag wenig Handlungsspielraum.

Nach Angaben des Statistikamts Eurostat ist die Inflation in der Eurozone im Juni auf vier Prozent gestiegen.

Der bisherige Rekordwert von 3,7 Prozent im Mai wurde damit deutlich übertroffen.

Das teilte die Behörde auf Grundlage einer vorläufigen Schätzung am Montag mit.

Es ist das erste Mal seit Beginn der regelmäßigen Inflationsmessungen durch Eurostat im Jahr 1997, dass die Preise um vier Prozent über dem Vorjahresmonat liegen.

44 von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 3,9 Prozent gerechnet.

Preistreiber in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des gemeinsamen Währungsgebietes, sind vor allem Heizöl und Kraftstoffe, nachdem ein Fass Rohöl am Monatsende mit knapp 143 $ so viel kostete wie nie zuvor.

Damit hat sich der Preis innerhalb eines Jahres etwa verdoppelt. Auch zahlreiche Lebensmittel wurden spürbar teurer.

Details zur Preisentwicklung nennt Eurostat bei Vorlage der endgültigen Zahlen am 16. Juli.

Die Inflationsrate liegt mittlerweile gut doppelt so hoch wie von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebt.

Die Währungshüter sehen stabile Preise nur bei Raten von knapp unter 2 Prozent gewährleistet.

Wegen der hohen Teuerung wird die EZB am Donnerstag voraussichtlich ihren Leitzins zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr anheben.

Erwartet wird eine Erhöhung von 4,0 auf 4,25 Prozent.


Quelle: FTD









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