FinanzBlog24

Deven Sharma - Topmanager
Donnerstag Januar 31st 2008, 11:06 pm
Abgelegt unter: Kapital, Banken

Der Chef der Ratingagentur Standard & Poor’s, zieht sich den Zorn von Banken zu.

Deven Sharma - der Mann schreibt gerade Wall-Street-Geschichte.

Er ist der Präsident von Standard & Poor’s, und die Ratingagentur hat auf einen Schlag die Kreditwürdigkeit von Tausenden Hypothekenpapieren herabgestuft - Wertpapiere mit einem Volumen von 534 Mrd. $.

Mit bitteren Folgen für Banken, Brokerhäuser, Pensionskassen, Versicherer und Unternehmen rund um den Globus, die diese Finanzinstrumente halten und nun Milliardenabschreibungen und Verluste hinnehmen müssen.

Dabei hatte der 51-jährige Manager bis vor Kurzem rein gar nichts mit Finanzakrobatik zu tun gehabt.

Der ehemalige Unternehmensberater kam erst 2007 zu Standard & Poor’s und arbeitete zunächst als Vertriebschef. Zuvor zeichnete er für die internationale Strategieplanung bei der Muttergesellschaft, dem Medienkonzern McGraw-Hill, verantwortlich, der unter anderem Schulbücher herausgibt.

Die längste Zeit seiner Karriere diente Sharma der internationalen Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. 14 Jahre verbrachte er dort.

Er gehört gleichsam zu einer wachsenden Zahl von Topmanagern indischer Abstammung, die an der Wall Street Karriere machen. Vikram Pandit löste im November Citigroup-Vorstandschef Charles Prince ab, der ebenfalls über die Folgen der weltweiten Hypothekenkrise gefallen war.

Auch Sharmas Bildungsweg lässt sich sehen. Seinen Bachelor-Titel holte sich Sharma noch in der alten Heimat am Birla Institute of Technology. Den Master erhielt er an der University of Wisconsin und den Doktor der Betriebswirtschaft an der Ohio State University.

Zu dem Topjob bei einem der führenden Kreditbewerter verhalf Sharma ausgerechnet die Krise, die mit den aktuellen Abwertungen eine neue Dimension erreicht.

Im vergangenen August trat seine Vorgängerin Kathleen Corbet zurück - oder “stürzte sich in ihr Schwert”, wie Wall-Street-Insider in Onlinekommentaren lästerten. Corbets Abgang folgte, nachdem immer mehr Hausbesitzer in den USA mit ihren Hypotheken in Rückstand gerieten und die darauf basierenden Wertpapiere wertlos wurden.

Papiere, denen Standard & Poor’s das höchste Rating verliehen hatte.

Immer lauter wurden die Vorwürfe gegen die Kreditbenoter, sie hätten die umstrittenen Hypothekenpapiere aus Angst um ihr lukratives Geschäft nicht hart genug bewertet. Die Ratingagenturen werden von den Herausgebern der Hypothekenpapiere bezahlt, nicht von deren Käufern.

Als “Mr. Fix-it” hat Sharma nun eine schwere Aufgabe.

Einerseits sind die Ratingagenturen ins Visier von Aufsichtsbehörden, FBI-Ermittlern und zornigen Investoren geraten. Andererseits hat der Generalstaatsanwalt von Ohio - einem der am härtesten von der Immobilienkrise betroffenen Bundesstaat - eine Untersuchung angestrengt, die die Rolle der Kreditbewerter unter die Lupe nehmen soll.

Und die jüngste Abwertungswelle wird die Gemüter kaum beruhigen.
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Quelle: H.Buchter





Einlagensicherungsfonds: Ist mein Geld noch sicher?
Donnerstag Januar 31st 2008, 10:46 pm
Abgelegt unter: Kapital, Banken

Es ist wie beim Dominospiel: Eine Bank nach der anderen wankt und fällt.

Gestern erwischte es die Schweizer Großbank UBS.

Bei der Deutschen Bank drücken heute Gerüchte über eine Gewinnwarnung den Aktienkurs.

Nur scheibchenweise rücken die Vorstände weltweit damit heraus, in welcher Höhe ihre Häuser in die Subprime-Krise verstrickt sind; wie viel Millionen und Milliarden Euro sie abschreiben müssen.

Nicht einmal mehr untereinander vertraut sich die einst so geschlossene Zunft der Banker.

Ihre Kunden fragen sich derweil: Wie sicher ist mein Geld eigentlich noch?

Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den privaten Banken bis zur Höhe von 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses voll gesichert.

Dieser Schutz umfaßt alle “Nichtbankeneinlagen”, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe.

Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.

Sie haben die Möglichkeit, Sicherungsgrenzen einzelner Banken abzufragen, die am Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mitwirken.
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Quelle: WiWo









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