Gerechte Strafe?
Freitag Oktober 27th 2006, 10:04 am
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Tagesthemen
Er hat vermutlich 42 Jungen auf dem Gewissen! Sie wurden vergewaltigt, verstümmelt und verbrannt. Für nur einen Mord wurde jetzt der 41 Jahre alte Mechaniker Francisco Chagas verurteilt - zu 20 Jahren Gefängnis. Ein Gericht verhängte die Strafe am Mittwoch. Die Polizei hatte ihn 2003 wegen sexuellen Missbrauchs, Mordes und Verstümmelung der 42 Opfer festgenommen.
Die brasilianischen Medien schreiben vom “Fall der kastrierten Jungen”, denn den meisten der Opfer wurden die Genitalien abgeschnitten. Viele wiesen Spuren von Vergewaltigungen auf, manche waren verkohlt oder geköpft. Das Gericht verurteilte Chagas wegen des Mordes an einem 15-Jährigen. Der Angeklagte hatte gestanden, den Jungen erstickt zu haben. Weitere Prozesse werden folgen.
Wir stehen sprachlos vor solchen Nachrichten. Was geht vor, in solch menschenähnlichen Gestalten, die diese unbegreiflichen Verbrechen begehen? Was ist es, was diese „Menschen“ zu Monstern mutieren lässt? Was wäre eine auch nur annähernd gerechte Strafe? Lebenslängliche Angst im Gefängnis? Weder Sie, noch irgendjemand von dieser Welt, wird diese Fragen jemals beantworten können…!
Der Spanier und seine Kredite
In Spanien befindet sich hinter jeder zweiten Straßenecke eine Kneipe oder eine Bank – denn die Spanier nehmen Kredite auf, als bekäme man sie geschenkt! Kehrseite eines Wirtschaftswunders, das mit einem Wachstum von 3,5% weit über den EU-Durchschnitt liegt. 2005 entstanden so 520T neue Arbeitsplätze und die Arbeitslosenquote ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten.
Das Wirtschaftswunder basiert auf einen Boom der Bauwirtschaft. Im letzten Jahr kauften die Spanier rund eine Million Eigentumswohnungen, aber auch Autos, Möbel oder Kleidung - alles auf Pump! Mittlerweile kommen fast 60% mit ihrem Geld nicht bis zum Monatsende. Die Banken haben sich darauf eingestellt, bieten Schnellkredite an, welche ohne Formalien gewährt werden. Zinsen: 25%!
Der Boom wird halten, solange die Leitzinsen niedrig bleiben. Wenn die Zeit des billigen Geldes jedoch zu Ende geht, dann droht dem Wirtschaftswunder ein jähes Ende. Die Hypothekenzinsen sind nicht festgeschrieben und das heißt, dass bei einer starken Zinssteigerung Tausende von Spaniern vor dem Ruin stehen, weil sie die Schulden nicht mehr bedienen könnten – und dann?